Poetik für den Vorwand.

Freitag, 15. Mai 2015

Akustik-Distanzen (Schlaf)


Akustik-Distanzen
Wer schläft nicht gerne ein, wenn ein Stimmgewirr sich zusammensetzt zu buntesten Decken, tibetische Stoffflaggen -
Lieder erschweren
angesichts der Konfrontation
Leichter Trommelschlag und Stimmen,
wunderbare Stimmen, zu einem
ungeradem Chor erhoben
[nicht bemüht um Noten, kein Totem
in der Mitte, kein Dirigent, der Töne
benennt, oder es wagen mag]

Sanfter Moment, Wärme an
jeder Ecke
Endliche Distanzen, warum müssen sie enden?
Eine Dokumentation über Tibet schleicht sich langsam über den Bildschirm, flimmernd, eine tiefe, gealterte Stimme aus dem Off, Flimmern hinter den Lieder-Wänden, warme Orange-Farben, Herbst und der warme Winter inmitten von Kissen, um Schnelligkeit bemüht, aber sanft und breit, wie ein Spaziergang an einem Spätsommertag, gegen Ende leicht gehetzt angesichts der sich in der Ferne aufbäumenden Regenwolken -
und diese Akustik-Distanzen
langsam tragen sie
in den wohligen
Schlaf-Nihilismus

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