Poetik für den Vorwand.

Mittwoch, 20. Januar 2016

der ehrenkodex von straßenlaternen

der da schlägt die zeitung von hinten
      ausschlag und die laternen wimpern im
morgengrauen
     hinein in funkeln von bemaltem glas
farben tränken, die reifen schlagen
     zum fuße des pferderitts die federn aus der hand

wie stolz man sei
    der meeresbusen der einfahrt
kahle köpfe und eine flutung
   der glieder in reih und
die bordsteinkante vor der pfütze

fünf meter, und der stamm reicht
     wie nasse haare in der frühlingsnacht
hineingeschmissen in die zahnräder der windmühle
     einer las bücher mit verstand von hohlen ziegeldächern
      und türmatten mit gegossenen mustern

wir vergessen die orte unserer fußknöchel in milch
    die nacht blass vom leuchten unserer wangen
die da oben zu pflücken kostet
     uns das rückrat, mensch und beschleunigte teiche aus speichel
wie oft haben wir schon vater und mutter verloren?
    nicht nochmal, nicht nochmal, nicht nochmal ...
schreiben wir uns gegenseitig auf die motorhaube
       die krater der hochhäuser

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