Poetik für den Vorwand.

Dienstag, 25. August 2015

Lärm

Lärm
interstellare Melkmaschine
Milch in glitzernen
Türmen um mich
täuscht nur Geschmack und
keinen Ton

Lärm
ich singe keine Lieder mehr
denn sie sengen Wörter an
Meine Geräusche gelten
nicht mehr dem Harmonie-Despoten

Lärm
Stöchern im verdorbenem Fleisch
ich paare mich mit
Frequenz-Sirenen
ihre Geschlechter versinken
denn ich schlucke Dinge
als tosendes Meer

Lärm
wir haben das Hören verlernt
nun bringe ich die Kruste zum bluten
Schlagen auf dem Metall der Kopfhaut

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