keine revolution kann sich selber verstehen
und nun sitzen wir im angesicht
jener einst stolzen gesichter, ganz verlegen
und die hand, die neue muster sticht
und jetzt spielen erwachsene mit demokratie
kinder lernen es nie
aber doch schneller als die
die den menschen unbewusst zwingen in die knie
[die öffentliche Hinrichtung wird jetzt mit dem Plüschtier in Szene gesetzt]
hach, und jetzt, singen wir im chor
„einigkeit, recht und freiheit“
so viel leere im feuerrohr
dass wir die kanonenkugeln beschweren
mit vergangenheit, zukunft und kuschelbären
mit peitschen, länger als der arm je reichen wird
sodass auch die entblößung vor uns selbst stirbt
und dann können wir singen mit elan
strophe für strophe, repetetiv
nie gab es einen menschen, der sich weniger verlief
und so sehr sein eigenes echo hinterher rief
nur um die eigene stimme zu hören
du ausgeburt des schlafens, essens, geschlechtverkehrs
und deren freunde, sie begleitend vers für vers
und am ende das reimschema verwirrend
jetzt, wer kann da seine eigenen proportionen
im spiegel erkennen und feiern?
nein, wir brauchen unsere freunde
dort oben auf der bühne stehen sie
und erklären, ganz deutlich, wie
ähnlich der mensch doch der ameise sein müsse
und doch sind wir nicht so schlau
und kauen weiter auf stammzellen,
damit es weniger schmerzt
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