Poetik für den Vorwand.

Freitag, 26. Februar 2016

liebe auf papier

dein fell verklebt im fall die knie
geschunden von sonnen topfschlag -
„weder fisch noch fleisch, noch sieh
der in bloßer hand die krone trag“

und es ragen die reben sich
gebeugt wie zum kusse bereit
man selbst gebährt scharrend rich-
terspruch im rücken der schoß der zeit

oh, wanderhure, dein netz schläg´
gegen glasaugen, die flügel
angefressen, das tuch räk´
sich um deine hand im blutend zügel

trotzdem: unsereins beleuchtet
den hafen für die kleinsten früchte!
mein himmlischer trunk deinerseits befeuchtet!

auf verwurzelte inseln begeb ich mich wieder
deiner gestoßenen melodien zu vergessen, indem
ich an sie denke, im halse eines blutenden leuchtturmes

die grasmatten verkleben mein fußwerk -
ein moor, schiffe schieben sich wie hacken

( - auch du wirst geboren als lache in einem fischernetz -)

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