Poetik für den Vorwand.
Freitag, 11. Dezember 2015
und ein mond in alltäglicher nacht
man sagte mir
spannweite der arme gegen
nächtliche schlangen umspielen die flatternden säulen
und ein mond
ich bin genagelt als schiffsmast an ihn, lächle in
spitzen stofflippen, der schlafenden atem kanal
und ein mond
wie ein nüchternes schild in noch nicht abgegraster erde
schüchternes bild, schwarz auf schwarz auf gelb
und ein mond
wie schlafender wachs träufelt er hochgewachsene träume
in die breite
ich sah hier
mond und sonne decken sich
wie hand auf hand
tragen wir abendlich
den einen schein auf seine kerze
auf fensterbänken
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