Poetik für den Vorwand.

Samstag, 12. Dezember 2015

beten hinterrücks

ein kleines lachen wie
vor matten winterhänden, die
glasierten sind zugvögel, die gegen meine brust
stoßen
hängende flügel, fäden werden
im schnabel gezogen

(wen beten wir an?
der, der unseren schmerz liebkost)

ein reich gleitet über die eigenen hüften und
das begehren ist nur verboten bei
ausgeschnittenden phantombildern
aus insolventen zeitungen

(wen beten wir an?
den mond und die sonne, beide verbrennen uns)

und die kirchen wurden wie bäume
gefällt mir das?
ich pflücke von sträußen
wovon ich und meine tausend kinder
leben

(wen beten wir an!)

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