Poetik für den Vorwand.

Sonntag, 26. April 2015

Morgen und Abend in Tibet


Morgen und Abend in Tibet
Grenzen zwischen uns verschwimmen
Jene Szenen werden aufglimmen
die solange unausgesprochen blieben

Tiefe Atmung
[sie saugt die Welt auf
und stößt sie mit sich aus]

Morgen und Abend in Tibet
Monotoner Trommelschlag
Melodien der Ewigkeit
Zerschmettern der
Schnelllebigkeit
Dessen Hunger schon
vor dem Male in sich
zerfällt

Morgen und Abend in Tibet
Am Atem der Welt
Hall unserer Stimmen
in unserem großem Zelt
Nur durch den Himmel begrenzt
den wir hier scheinbar
mit bloßen Händen anfassen können


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