Vielleicht ist die Nacht das, was der Tag sein will.
Vielleicht ist die Nacht, diese einstige Symbolik der Unterdrückung, der
schieren Paranoia, das, was unser Inneres begehrt. Vielleicht ist die Nacht von
unendlicher Schönheit, die sich nicht
in die Form von Worten gießen lässt. Eine Schönheit, unbändig und frei umher
tanzend, eine Schönheit, frisch, nie vergänglich, Symbolik der Ewigkeit, eine
Schönheit, die mich in ihren Bann zieht, die mich tanzen und aufhorchen lässt.
Eine Schönheit, die unendlich scheint in ihrem Sein – doch wenn ein fernes
Erbäumen versucht diese Schönheit zu durchbrechen, folgert der Konflikt.
Die Nacht scheint zu verbergen, was unser Inneres ist: Die
Verderbnis. Der ewige Drang zur Selbstzerstörung. Unwissentlich oder bewusst. Die
Nacht verdeckt unsere Fehler, zeigt, wie wir sind, in kompletter Dunkelheit.
Hüllt uns ein in einen Mantel des neuen
Bewusstseins. Die Nacht zwingt mich zum Rennen auf der Ewigkeit, die Nacht
zwingt mich zum Rennen auf das, was ich liebe. Die Nacht umarmt mich, doch
gleichzeitig schlägt sie mich. Peitscht mich. Die Nacht ist meine kreative
Hochburg, ist mein kreativer Zenit. Mein ewiglicher Hort der Sicherheit, dort,
wo ich leben kann, dort, wo ich nicht verstecken muss, was sich nennt Ich.
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