Poetik für den Vorwand.

Montag, 13. Oktober 2014

Nacht - Schönheit

Vielleicht ist die Nacht das, was der Tag sein will. Vielleicht ist die Nacht, diese einstige Symbolik der Unterdrückung, der schieren Paranoia, das, was unser Inneres begehrt. Vielleicht ist die Nacht von unendlicher Schönheit, die sich nicht in die Form von Worten gießen lässt. Eine Schönheit, unbändig und frei umher tanzend, eine Schönheit, frisch, nie vergänglich, Symbolik der Ewigkeit, eine Schönheit, die mich in ihren Bann zieht, die mich tanzen und aufhorchen lässt. Eine Schönheit, die unendlich scheint in ihrem Sein – doch wenn ein fernes Erbäumen versucht diese Schönheit zu durchbrechen, folgert der Konflikt.

Die Nacht scheint zu verbergen, was unser Inneres ist: Die Verderbnis. Der ewige Drang zur Selbstzerstörung. Unwissentlich oder bewusst. Die Nacht verdeckt unsere Fehler, zeigt, wie wir sind, in kompletter Dunkelheit. Hüllt uns ein in einen Mantel des neuen Bewusstseins. Die Nacht zwingt mich zum Rennen auf der Ewigkeit, die Nacht zwingt mich zum Rennen auf das, was ich liebe. Die Nacht umarmt mich, doch gleichzeitig schlägt sie mich. Peitscht mich. Die Nacht ist meine kreative Hochburg, ist mein kreativer Zenit. Mein ewiglicher Hort der Sicherheit, dort, wo ich leben kann, dort, wo ich nicht verstecken muss, was sich nennt Ich. 

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