Poetik für den Vorwand.

Donnerstag, 28. August 2014

Paranoia

Entschlossen und kalt packt sie die Schulter,
ein Schuss der Unsterblichkeit,
ein Moment der Ewigkeit,
und doch zugleich vergänglich und sterblich.
„Wer?“
Niemand.
„Warum?“
Kein Grund.
Er packt, zerrt, greift, zerrt, packt.
Tötet.
Befreiung oder Ende.
Er stiehlt.
Befreiung oder Ende.

Wahnsinn ist Zeugnis der Gesundheit.
Und wer durchstreift den dunklen Wald der Erkenntnis,
der wird auf die Tiefen treffen.
Wird mit den Füßen waten in den tiefen Gewässern.
Und sich erlaben an der Köstlichkeit.

Schweiß rinnt hinab.
Ein Schrei. Ein Wahn. Dann: Das kalte Gefühl des Bodens.
Endloser Frühling.
Naher Winter.
Er folgt.
Peitscht.
Sinnt auf Schmerzen.
Sinnt auf Verwirrung.
Wirr umher blickt er,
umringt von tausenden Augäpfeln,
welche ihn durchbohren,
ihn fassen,
durchrütteln und zerren.
Sie sind es,
sie sind die Wahrhaftigkeit.
Die Wahrhaftigkeit des Wahns.

Er rennt.
Rennt.
Rennt.
Rennt.
Kein Ende, kein Anfang.
Nur Paranoia.
Nur Tiefe.
Nur der endlose Fall.
Nur das Feuer.

Die endlose Hitze.

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