Poetik für den Vorwand.

Samstag, 23. August 2014

Schwimmen

Ich möchte schwimmen. Möchte mich sonnen im Strahle der Sterne. Möchte mich überwinden. Möchte trinken aus dem Ozean der Tugend. Bin ich gefangen in Torheit? Bin ich Mensch? Oder bin ich Sein? Bin ich unvollkommen? Oder habe ich den Sinn nach Freiheit, habe ich die Lust am Tanzen auf dem Stege der Unendlichkeit, dem Lachen, der süßesten Frucht: Wissen und Freiheit, gefesselt durch Verantwortung? Ich bin mein eigener Richter, bin das eigene Opfer. Habe eine eigene Regelung, ein Zusammenspiel, eine Symbiose aus Werten, aus dem triefendem, widersprüchlichem Tier namens Moral, das lauert. Ich springe. Möchte klettern. Doch wo werde ich ankommen? Werde ich scheitern an tauben Ohren? Werde ich den Menschen angehören, die in ihrer Torheit versinken, versuchen, ihre modrigen Finger zu verkrallen an dem vermeintlichem Rettungsseil, das "Konsum und Macht" heißt? Nein. Ich werde auf meinen Kopf steigen und mich überwinden. Bis ich ins Meer der Sterne eingedrungen bin.

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