Poetik für den Vorwand.

Donnerstag, 26. November 2015

kindlich


du glättest haare gegen
windschilf, das ausgesetzte kind
und sein
königreich aus ungeborenen, schon jetzt
im lachen
ich wiege mich im presentkorb
dichtungen über sonnengötter
lassen oft schweiß aus
des flusses tränenvorrat

und die großen steine:
es ist nur die langeweile vor dem
brüllenden gähnen von
ihren kopf in schwarzen kleidern versteckenden
müttern
sodass wasser endlich kreise zieht an
zwei ufern dieser welt
und wie glockenschall an die ecken des
pappkartons strandet
in dem wir (fäden aus jungen ästen sind zu dünn)
küsse nur andeuten können

eines tages sprung
zweier nackter körpersilben
und ein wort spuckt ertrinkend
in die schwere sommerluft
sein letztes wasser aus



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