Poetik für den Vorwand.

Donnerstag, 30. November 2017

ein wort

ein wort zu dir, wo
dein atem wie jahrhundert-
weite sommerluft die die
blätter wie knospen mit der
fingerspitze streift -
wie schiffe, getragen von
tiefer unendlichkeit
und tragend jedermanns gold

ein wort zu dir, wo
der warme regen perlt
von deinen lippen wie
holländische namen und
das meer, auf dem ich kam,
lauscht nach stillen schiffen
und gedenkt seiner überwundeten angst

ein wort zu dir, wo
sonnenblumen gepflückt wurden
im farblosen wind
deine augen wie das holz
aller schiffe, die durch wellen gleiten
wie durch nasse gräser auf bergen

ein wort zu dir,
ein voller mond
und deinem wandernden körper, dem meer
das in all meine wörter floss
als ich in dir schwamm

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